PAR-ADA
Dr. Janine Dieckmann
PAR-ADA steht für
Partizipative Antidiskriminierungsarbeit.
Mit klaren Konzepten.
Mit konkreten Handlungsempfehlungen.
Für eine wissenschaftlich fundierte, haltgebende und solidarische Antidiskriminierungsarbeit.
"Die Dinge, die Minderheiten und marginalisierte Gruppen erleben, sind Vorzeichen. Wir sollten genau hinhören, wenn sie beschreiben, was im Schatten geschieht – wofür es manchmal noch nicht einmal Worte gibt. Sie sind Seismografen für die Gefährdungen unserer Demokratie."
Kübra Gümüşay, Sprache und Sein, 2020
Demokratie braucht beständige Antidiskriminierungsarbeit,
um sich weiterzuentwickeln.
Noch nie war das Engagement für die Akzeptanz gesellschaftlicher Vielfalt so divers wie heute. Zahlreiche Menschen, Vereine, Verbände, Netzwerke und Institutionen engagieren sich in der Antidiskriminierungsarbeit, um Diskriminierungabzubauen.
Und gleichzeitig ist Antidiskriminierungsarbeit gesellschaftlich eher ein unbequemes Thema. Sie eckt an oder führt zu Abwehr, denn sie geht mit Veränderungen bisher selbstverständlicher Abläufe, Prozesse und Denkweisen einher. Projekte der Antidiskriminierungsarbeit müssen thematisch oftmals immer wieder mit der Erklärung der Grundbegriffe beginnen, um anschließend fortwährend die gesellschaftliche Bedeutung ihrer Arbeit zu rechtfertigen und zu verteidigen. Ermüdend und wenig nachhaltig.
Durch wissenschaftliche Begleitung und Beratung, durch unterschiedliche Weiterbildungsformate sowie durch partizipative Forschung verfolgt PAR-ADA das Ziel, partizipative Antidiskriminierungsarbeit als Konzept und Handlungspraxis zu stärken.
Antidiskriminierungsarbeit ist Demokratiearbeit.
Es wird viel über Diskriminierung geredet, geschrieben und geforscht. Diskriminierung ist ein komplexes soziales Phänomen: Historisch verwurzelt zeigt sie sich auf vielen Ebenen, nicht nur in individuellen Handlungen, auch in institutionellen Abläufen und Entscheidungen. Sie betrifft unterschiedliche Zielgruppen und Menschen aufgrund gesellschaftlicher Ungleichwertigkeitsvorstellungen. Dauerhaft und oftmals auch noch über unterschiedliche Vielfaltsdimensionen hinweg.
Und genau das macht es für viele Menschen schwer, sich zwischen allen Begrifflichkeiten, gewohnten Selbstverständlichkeiten und konkreten Handlungsmöglichkeiten nicht zu verlieren.
Um Diskriminierung wirksam abzubauen, ist es wichtig, in Forschung, Praxis und Politik das Wissen der Menschen einzubeziehen, die gesellschaftliche Diskriminierung in ihrem Alltag und ihren Biografien erleben.
PAR-ADA hat die Ziele:
Partizipative Antidiskriminierungsarbeit durch die wissenschaftlich fundierte Beratung von Zivilgesellschaft, Forschung und Politik, die Antidiskriminierung zum Thema haben, zu stärken.
Partizipative Antidiskriminierungsarbeit als Arbeitsfeld und bedeutsamen Teil der Demokratiearbeit zu etablieren.
Partizipative Antidiskriminierungsarbeit als klares Konzept zu definieren, das zu konkreten Maßnahmen in Politik, Institutionen und Zivilgesellschaft führt.